LTE - Netz. 1 Woche Testbetrieb *Update

 

Da steht er nun. Der 22 Meter hohe mobile LTE - Funkmast der Firma Funklochstopfer. Begleitet wird dies durch die Telekom. 7 Tage lang wird dieser Mast Siptenfelde im D1 - Netz mit bis zu 50 MBit/s versorgen. 
Dank unserem Bürgermeister Marcus Weise, welcher gezielt und konsequent handelte als er erfuhr das die Firma Funklochstopfer Standorte suchte um in der Praxis die Möglichkeiten zum schnell Aufbau einer Infrastruktur auf zu zeigen. So wurde dann der Standort Siptenfelde gewählt!

Verblüffend dabei ist aber doch eher wie schnell und "Simpel" eine Technik aufgebaut werden kann um ländliche Bereiche mit einem schnellem Netz versorgen zu können.

In einem Gespräch mit Herrn Ralf Freywald von der Firma Funklochstopfer ergab sich für mich diese Situation:
Die Firma Funklochstopfer möchte sich mit dieser Technik und Ihrem Know How auf dem Markt etablieren. Sie möchte auf Grund der Forderung nach schnellen Datennetzen auch für ländliche Bereiche bei den politisch Verantwortlichen zeigen das die benötigte Infrastruktur doch schnell aufgebaut werden kann.
Dieser Funkmast ist per Richtfunk auf den Telekom- LTE - Funkmast (D1) in Harzgerode gerichtet. Das erhaltene Signal wird dann ebenfalls durch per Richtfunk über Siptenfelde "verteilt". 
Die Sendeleistung beträgt 10 (!) Watt. 

Natürlich kann hier neben den Smartphones mit einem LTE-Router auch das heimische Netzwerk  mit dem  PC versorgt werden.  

 Entscheidend ist dabei die Technik welcher hier angewandt wird. Welcher Funknetzbetreiber sich dann dieser Technik bedient ist eine Entscheidung der Netzbetreiber. Hier für diese Woche in Siptenfelde ist es die Telekom mit dem D1-Netz

Und mir wurde von Ralf Freywald etwas weiteres, wichtiges gesagt. Grob gesagt: Um einen Funkmast mit dieser Höhe aufstellen zu können bedarf es Anträge. Behörden, Kommunen, also unsere Politik wird dann in Sitzungen einen solchen Antrag beraten und bewilligen. (Wir alle wisse das dieses lang dauern könnte.Warum müssen solche Anträge immer diesen langen Verwaltungsweg nehmen ? Diese Frage stellt sich automatisch)
Wenn ein Funkmast aber maximal 10 Meter hat? Dann bedarf es keiner langen Verwaltungswege. Denn ein solcher Mast kann bei sicherem Standort direkt genehmigt werden. 

Mit anderen einfachen Worten bedeutet dies, in Bezug zum aktuellen Standort und Aufbau mit der Telekom: Wenn Siptenfelde einen Patz zum Aufstellen bietet, dieser Platz neben der benötigten  Erreichbarkeit des Mastes in Harzgerode dann auch noch die Höhendifferenz von ca. 12 Meter gegenüber dem aktuellen Standort am Spielplatz hat?
Dann könnte die Infrastruktur zur Versorgung Siptenfeldes in unglaublicher Schnelligkeit aufgebaut werden.

Der Haken?
Ja diese Haken... Das alles kostet Geld. Geld welches vom Bund und Land zugesagt wurde. Doch auch hier ist dann wieder die Politik: Es dauert sehr lang bis nach vielen Prüfungen etc. die von den Kommunen beantragten Zuschüsse genehmigt werden. Diese Trägheit in dieser Sache ist unglaublich. Kommunen sehen was benötigt wird, Lösungen anbieten, praktische Test-Aufbauten in Zusammenarbeit mit Firmen erarbeiten. Und daraus ableitend dann nur sagen können: Seht her. Es kann schnell gehen. Es ist funktional. Um dann häufig mit den Schultern zucken müssen wenn auf beantragte Gelder gewartet werden muss. Denn bis diese Zuschüsse bewilligt werden müssten die Kommunen eigentlich von vorn anfangen. Weil die in dem Antrag enthaltene Technik inzwischen veraltet sein kann.

 Dann war es endlich so weit. Um 17:12 Uhr wurde von Politikern (Ulrich Thomas, Sts. Steffen Bilger, Marcus Weise, Heike Brehmer MdB und Sven Schulze MdEP) und von Ralf Freywald der berühmte rote Knopf gedrückt. Und die Anlage in Betrieb genommen. Was sich dann auch wenig später zeigte. Jeder welcher ein D1 Smartphone mit sich führte sah dann "LTE". Wie bei mir auch. Ja, es war herrlich schnell Internetseiten aufzurufen. Schneller Aufbau, eine kurze Probe bei Youtube mit einem Filmstart.  Top.

Aktuell wieder daheim habe ich mi dem Smartphone einen Leistungstest gemacht. Und kam auch hier bei mir auf knapp 22 MBit/s. Was sich automatisch ja noch steigert wenn die Spiegel zur Versorgung Siptenfelde absolut genau gerichtet werden. 

Der heutige Tag hat eindeutig gezeigt das eine Versorgung mit einem schnellen Netz schnell verwirklicht werden kann. Wenn, ja wenn die Gelder bewilligt würden. Und der Tag zeigte auch das es gut ist das es Firmen wie "Funklochstopfer" gibt. Denn mehr als eine praktische Darstellung einer schnell aufzubauenden Technik ist dieser 7 Tage Test ja nicht. Doch, es ist ein Anfang. Um der verantwortlichen Politik zu zeigen: Es könnte alles sehr schnell gehen.


Nachfolgen nun noch ein paar Fotos vom heutigen Nachmittag. Sonne, Gespräche über die Möglichkeiten, MDR und Radio SAW vor Ort. Und ja, auch ein herzlichen Dank für die Verpflegung.


Einfach nur einmal eine Info zu den angebotenen Tarifen: 

 

Da ja hier die Telekom* Partner ist habe ich mir mal die Telekom - Angebote angeschaut.

Die Telekom bietet aktuell nur einen Tarif im LTE - Sektor. MagentaZuhause via Funk. Dieser Tarif beinhaltet u. a. Internet mit bis zu 50 MBit/s. Eine Telefonnummer mit Deutschland weiter Flat. Ein Datenvolumen von 60GB. Dazu eine Sprachbox, MagentaCloud mit 25GB, Email Postfach mit Virenschutz, Vor Ort Service 24 Stunden.
Zum Empfang benötigt man (Empfehlung. Es geht auch mit anderen Herstellern) den Speedport LTE II. Dieser hat natürlich auch WLAN.

 

Nun kommt die Kostenseite:

Der Tarif kostet monatlich 49,95.€

Speedport II monatlich 4,94 €

 

Macht in der Summe 54,89€ monatlich. Aber in diesem Tarif ist ja der Telefonanschluss mit dabei. Es entfällt also der bisherige Anschluss. Welcher ca. 35€ kostet. Da wäre der LTE-Anschluss nicht ganz 20€ teurer als bisher. Aber für ein dann endlich schnelles Internet? 50 MBit/s statt 2 Mbit/s oder gar nur die 384 KBit/s?

 

*Natürlich ist dies abhängig welcher Netzbetreiber in solch einer Sache anbietet.

 


 

Update am 1.5.2019

Mit einem Smartphone im D1 - Netz wurden diverse Standpunkte in Siptenfelde angefahren. Und jeweils die dort verfügbare LTE - Geschwindigkeit gemessen. Die absolut "schlechteste" Geschwindigkeit lag am der Ecke Güntersberger Str. / Kirchstr. Hier betrug die gemessene Bandbreite knapp 23MBit/s.

Für den Umstand das nur ein Mast/Spiegel ganz Siptenfelde abdeckte war das ein sehr guter Wert.

 

 

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